Alles, was Sie über den Digital Product Passport (DPP) wissen müssen, an einem Ort
Vollständiger Informationsleitfaden zum Digital Product Passport (DPP)
Vollständiger Informationsleitfaden zum Digital Product Passport (DPP)
Was ist der digitale Produktpass?
Das DPP wurde im Rahmen der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) und des Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft (CEAP) der Europäischen Union ins Leben gerufen.
Dieses System begegnet mehreren zentralen Herausforderungen:
- Mangelnde Transparenz in komplexen Lieferketten.
- Schwierigkeiten bei der Messung der tatsächlichen Umweltauswirkungen von Produkten.
- Es bedarf der Unterstützung zirkulärer Geschäftsmodelle, die auf Reparatur, Wiederverwendung und Recycling basieren.
Dank der DPP werden Produkte keine undurchsichtigen Informationsquellen mehr sein. Verbraucher erfahren beispielsweise, ob ein Handy aus recycelten Mineralien hergestellt wurde, ob der Akku ausgetauscht wurde oder wie hoch sein CO₂-Fußabdruck ist.
Die Unternehmen ihrerseits werden in der Lage sein, jede Phase des Produktlebenszyklus zu überwachen und zu optimieren.
Welche Informationen enthält ein DPP?
Die konkreten Inhalte können je nach Branche variieren, zu den gemeinsamen Elementen gehören jedoch:
Grundlegende Produktinformationen
- Handelsname, Modell, Seriennummer oder Chargennummer
- Herstellungsdatum und geschätzte Dauer
- Garantie und Nutzungsbedingungen
Informationen über Materialien
- Herkunft der Rohstoffe und Komponenten
- Prozentsatz an recycelten oder kritischen Materialien
- Informationen über gefährliche oder konfliktäre Stoffe
Reparierbarkeit und Wartung
- Reparierbarkeitsindex
- Reparatur- und Austauschhistorie
- Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Handbüchern
Ende der Nutzungsdauer
- Recyclinghinweise
- Möglichkeit der Wiederverwendung oder Wiederaufbereitung
Nachhaltigkeitsindikatoren
- CO2- und Energieverbrauch
- Umweltauswirkungen in den Produktions-, Nutzungs- und Entsorgungsphasen
Eigentum und Übertragungen
- Eigentumsgeschichte von langlebigen oder wiederverkäuflichen Gütern
Barrierefreiheit und Datenschutz
- Personalisierter Zugriff basierend auf dem Benutzerprofil
- Schutz sensibler Informationen durch Verschlüsselung oder Zero-Knowledge-Beweise
Wer ist zur Umsetzung des DPP verpflichtet?
Fügen Sie hier Ihren Titel ein.
Ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der ESPR (Juli 2024) müssen alle Unternehmen, die regulierte Produkte in der EU herstellen, importieren oder vermarkten, unabhängig von ihrem Ursprungsland, DPPs implementieren.
Die ersten Sektoren, die dazu verpflichtet werden müssen:
- Batterien (Industrie und Elektrofahrzeuge) – ab 2026
- Textilien (Bekleidung und Schuhe) – von 2027 bis 2030
- Unterhaltungselektronik – von 2027 bis 2030
- Bauprodukte – von 2027 bis 2030
- Möbel, Farben, Reinigungsmittel, Chemikalien, Schmierstoffe, Reifen und Verpackungen – von 2027 bis 2030
Wie wird ein DPP-System implementiert?
Schritt 1: Produktinformationen zentralisieren
Unternehmen müssen alle technischen, umweltbezogenen und nutzungsbezogenen Informationen vom Design bis zum Ende der Produktlebensdauer zusammenführen. Der Einsatz von Produktinformationsmanagementsystemen (PIM) oder Rückverfolgbarkeitssoftware wird empfohlen.
Schritt 2: Zusammenarbeit mit Lieferanten
Rückverfolgbarkeit ist nur möglich, wenn Lieferanten Daten zu Rohstoffen, Arbeitsbedingungen und Prozessen offenlegen. Es ist daher unerlässlich, Transparenzklauseln in Verträge aufzunehmen.
Schritt 3: Geeignete Technologien einsetzen
Das DPP kann mithilfe gängiger Technologien (QR, RFID, NFC) in ein Produkt integriert werden, während die digitale Infrastruktur Blockchain-Technologien nutzen kann, um Sicherheit und Dezentralisierung zu gewährleisten.
Schritt 4: Prozesse automatisieren
Viele dieser Daten sind bereits in den ERP-Systemen der Unternehmen vorhanden. Mithilfe von Rückverfolgbarkeitssoftware können diese Daten automatisch in das DPP-System integriert werden, wodurch Fehler und Kosten reduziert werden.
Schritt 5: Datensicherheit gewährleisten
Um zu verhindern, dass sensible Informationen (wie chemische Formeln oder Konstruktionszeichnungen) offengelegt werden, werden Verschlüsselungsmethoden oder Techniken wie Zero-Knowledge-Beweise eingesetzt, die es ermöglichen, die Einhaltung von Vorschriften nachzuweisen, ohne Daten preiszugeben.
Welche Vorteile bietet DPP?
Für Unternehmen
- Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen
- Besserer Ruf in Umweltfragen
- Zugang zu neuen Märkten und Kunden
- Produktdesign und Lebenszyklusoptimierung
- Neue Geschäftsmodelle (Servitisierung, Recycling, Rückkauf)
Für Verbraucher
- Größeres Vertrauen in die Produkte
- Fähigkeit, Nachhaltigkeit und Langlebigkeit zu vergleichen
- Ermöglicht Reparatur, Wiederverkauf und Recycling.
Für die Gesellschaft und den Planeten
- Abfall reduzieren und Ressourcen nutzen
- Anreiz für die Kreislaufwirtschaft
- Mehr Transparenz hinsichtlich Arbeits- und Sozialpraktiken
Strategische Chancen
- Wettbewerbsvorteil: Marken, die das DPP frühzeitig einführen, können sich als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit positionieren.
- Innovation bei langlebigen Produkten: Das DPP fördert den Wettbewerb um Qualität, Langlebigkeit und Effizienz, nicht um Volumen und Veralterung.
- Echte Kreislaufwirtschaft: Sie ermöglicht die Entwicklung von Produkten, die von Anfang an für Wiederverwendung, Reparatur und Recycling bestimmt sind.
Abschluss
Der digitale Produktpass ist weit mehr als ein technologisches Werkzeug: Er ist ein Hebel für den Wandel hin zu einer transparenteren, ethischeren und nachhaltigeren Wirtschaft. Seine Umsetzung birgt zwar erhebliche Herausforderungen, eröffnet aber gleichzeitig Unternehmen, die den Mut haben, den Wandel anzuführen, historische Chancen.

Checkliste zur Vorbereitung auf den Digitalen Produktpass
Ist Ihr Unternehmen bereit, die neuen europäischen Anforderungen zu erfüllen?
Nutzen Sie diese Checkliste als schnelle Selbstbewertung, um Ihren Vorbereitungsstand für die Einführung des Digitalen Produktpasses (DPP) zu ermitteln.
1. Rückverfolgbarkeit von Materialien und Komponenten
☐ Können Sie den Ursprung aller verwendeten Rohstoffe identifizieren?
☐ Haben Sie eine Rückverfolgbarkeit der Zwischenlieferanten und ihrer Praktiken?
☐ Dokumentieren Sie die Verwendung von recycelten oder kritischen Materialien?
2. Zentralisierte Produktdatenverwaltung
☐ Verwenden Sie ein PIM-, ERP- oder PLM-System zur Erfassung und Verwaltung von Produktinformationen?
☐ Sind die Informationen strukturiert, aktuell und für wichtige Teams zugänglich?
☐ Können Sie problemlos Berichte über den Lebenszyklus eines Produkts erstellen?
3. Umweltauswirkungen und Kreislauffähigkeit
☐ Messen Sie den CO₂-Fußabdruck oder die Umweltauswirkungen Ihrer Produkte?
☐ Verfolgen Sie die Wiederverwertbarkeit oder Wiederverwendungspotenziale von Komponenten?
☐ Verfügen Sie über Daten zur Entsorgung am Ende des Produktlebenszyklus?
4. Konformität und Zertifizierungen
☐ Entsprechen Ihre Produkte den aktuellen EU-Vorschriften (z. B. Ökodesign, REACH)?
☐ Pflegen Sie aktuelle Dokumentationen zu Zertifizierungen und Standards?
☐ Sind diese Informationen digital zugänglich und überprüfbar?
5. Digitale Infrastruktur und Interoperabilität
☐ Verfügen Sie über Systeme, die digitale Produktpässe erstellen und teilen können?
☐ Sind Ihre Daten gemäß den EU-Standards für Interoperabilität formatiert?
☐ Können Ihre Systeme mit externen Plattformen oder regulatorischen Datenbanken integriert werden?
6. Interne Abstimmung und Schulung
☐ Sind Ihre Teams über den DPP und seine Auswirkungen informiert?
☐ Haben Sie Rollen oder Verantwortlichkeiten für die Umsetzung des DPP festgelegt?
☐ Bieten Sie Schulungen oder Ressourcen zur Unterstützung der internen Einführung an?
7. Strategische Planung und Roadmap
☐ Haben Sie einen Zeitplan für die DPP-Konformität definiert?
☐ Ist die Integration des DPP Teil Ihrer Nachhaltigkeits- oder Digitalstrategie?
☐ Arbeiten Sie mit Partnern oder Branchenverbänden an DPP-Initiativen zusammen?
Ergebnis
✅ 15–21 positive Antworten: Sie sind sehr gut vorbereitet! Sie können sich als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und Compliance positionieren.
🟡 8–14 positive Antworten: Sie sind auf dem richtigen Weg, müssen aber einige wichtige Lücken schließen.
🔴 0–7 positive Antworten: Es ist wichtig, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um regulatorische oder geschäftliche Risiken zu vermeiden.
Digitaler Produktpass: klare und verlässliche Informationen
Dies ist der Text des Absatzes.
Der digitale Produktpass (DPP) wird ab dem nächsten Jahr in Europa verpflichtend sein. Es handelt sich um ein digitales Instrument, das Transparenz, Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit für jedes Produkt bietet.
Dies ist der Text des Absatzes.
Informative Website über DPP
Umsetzung praktischer Ressourcen
Digitale Leitfäden und Werkzeuge
Bei RFID Master Group stellen wir Ihnen alle Informationen und technologischen Ressourcen zur Verfügung, die Sie für die Implementierung von DPP benötigen.


